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   Wie erkenne ich eine Titelmühle und Betrüger?

Wie bereits an einigen Stellen im Text erwähnt, gibt es eine ganze Reihe von Pseudo-Instituten, die versuchen in betrügerischer Absicht MBA-Titel an den Mann zu bringen, die den Namen erstens nicht verdienen und die zweitens auch nicht anerkannt sind, womit sich ein Träger eines solchen MBA-Titels nach §132a StGB in Deutschland strafbar macht. In 99% der Fälle sollte dies kein Problem für Interessenten an einem MBA Programm sein, denn wer einen MBA macht, um seine Karriere, gerade im Finanzsektor, voranzutreiben, wird ohnehin tendenziell nur auf die weiter oben aufgeführten Top-Hochschulen schauen. Dennoch, wir haben den Fall oben offen gelassen, dass man sich aus verschiedenen Gründen eine hier nicht genannte Hochschule ansehen möchte und darauf hingewiesen, dass sehr viel Research vorher notwendig ist, um zu bestimmen, ob das Programm und die Hochschule tatsächlich alle Anforderungen erfüllt. Teil dieser Prüfung ist auch der Check, ob es sich um seriöses Institut und keine Titelmühle oder einen sonstigen Betrüger handelt. Ein kleiner Hinweis: Sollte jemand an dieser Stelle bewusst darüber nachdenken, sich mit Weg über eine Titelmühle einen „schnellen“ MBA zu verschaffen, verweisen wir neben den Ausführungen zur strafrechtlichen Relevanz eines solchen Versuchs auf die Ausführungen weiter oben, was einen wirklich guten MBA ausmacht. Der Titel ist alleine fast wertlos, es kommt auf das berufliche Netzwerk und die Inhalte des Programms an, daher ist der Versuch, sich einen falschen MBA zu erschleichen, ausgesprochen sinnlos.

Bezüglich der Titelmühlengefahr müssen ganz besonders Interessenten von Part-Time und Online-MBA Programmen besonders aufpassen. Alle Programmformate, bei denen ein Studium vor Ort auf dem Campus nicht notwendig ist, laden Betrüger und Titelmühlen geradewegs dazu ein, sich in dieser Nische niederzulassen. Fast alle schwarzen Schafe lassen sich im Markt sehr schnell entdecken, wenn man weiß, wonach man suchen muss. Wir gehen daher hier mit euch eine hilfreiche Checkliste durch, die euch sehr hilfreich sein wird, nicht zum Opfer einer Titelmühle zu werden. Diese Checkliste umfasst folgende Punkte:

Akkreditierungen
Vergabe des Abschlusses
Internetberichte
Kontakt zu Alumni
Anrechnungsmethoden bisheriger Leistungen
Besuch vor Ort

Sollte auch nur ein einzelner Punkt in dieser Liste Ungereimtheiten oder Warnsignale zeigen, heißt es grundsätzlich, die Hochschule sofort von der Liste zu streichen.

Erstens betrachten wir die Akkreditierungen. Wir haben oben bereits ausgeführt, dass die FIBAA, EQUIS, AACSB und AMBA Akkreditierungen zu den wichtigsten Akkreditierungen gehören. Weitere Akkreditierungen (in Deutschland) sind ACQUIN, AHPGS, AKAST, AQA, AQAS, ASIIN, evalag, OAQ und ZEvA. Es sollte nochmal festgehalten werden, dass FIBAA der maßgebliche Mindeststandards sind und eine Hochschule ohne FIBAA Akkreditierung nicht in die nähere Auswahl gezogen werden sollte.

Titelmühlen wissen, dass selbst sie heutzutage ohne eine Akkreditierung keine Chance mehr haben und zeigen daher eine ganze Reihe von nichtssagenden Pseudoakkreditierungen auf ihrer Webseite. Das Prinzip funktioniert so: Eine Reihe von Titelmühlen gründet einen Dachverband als Akkreditierungsstelle und die entsprechenden Titelmühlen vergeben sich dann einfach selbst alle möglichen Akkreditierungen, die sie benötigen. Für Interessenten, die mit dem Bildungsmarkt nicht in der Tiefe vertraut sind, erscheint das Angebot vermeintlich seriös und offiziell geprüft. Daher kommt es nicht auf irgendeine sondern die richtige, nämlich die oben genannten, Akkreditierungen an.

Zweitens schauen wir uns näher an: Wer vergibt diesen Abschluss? Jede ordentliche und namenhafte Hochschule wird den Abschluss, den sie bewirbt, stets selber vergeben. Wird damit geworben, dass der Abschluss durch eine Dritte Institution und nicht die Hochschule selber vergeben wird, sollten bereits alle Alarmglocken angehen. In der Mehrheit der Fälle sind die Angebote völlig unseriös und ein klarer Hinweis, dass es sich um eine Titelmühle handelt. Dies gilt ganz besonders, wenn die Institution, die den Titel letztlich vergibt, selber im Ausland (insbesondere außerhalb der EU) sitzt und das Institut in Deutschland für diese nur ein Mittelsmann vor Ort ist. Als einen allgemeinen Anhaltspunkt raten wir allgemein dazu, JEDES Angebot zu vermeiden, bei dem es nicht die Hochschule, die das Programm anbietet, selbst ist, die den Abschluss vergibt.

Drittens behelfen wir uns grundsätzlich der Recherche im Internet. Es gibt unzählige Zeitungsartikel, Foreneinträge und Wikipediartikel, die man nach (meistens) unabhängigen Informationen durchsuchen kann. Praktisch jede halbwegs nennenswerte Hochschule ist in der Wikipedia genannt und die Wikipedia selber listet auch eine Reihe von Titelmühlen auf. Ein guter Quercheck ist folgender: Wenn es von der Hochschule nur eine Webseite gibt, das Institut selber taucht aber nirgendswo auf (kein Wikipedia-Artikel, keine Zeitungsberichte, keine Diskussionen über die Hochschule auf verschiedenen Internetforen), stehen die Chancen sehr hoch, dass der Braten faul ist. Titelmühlen wechseln oft die Namen und gründen neue Briefkastenhochschulen, um ein einmal aufgeflogenes Image schnell abzustreifen und wieder von vorne loszulegen. Entsprechend haben Titelmühlen meistens Namen, die oft noch völlig unbekannt sind.

Viertens nutzen wir die Möglichkeit, uns mit Alumni in Kontakt zu setzen. Wir leben dankenswerterweise in Zeiten von XING und LinkedIn, zwei großen Plattformen für Professionals, die umfangreiche Suchfunktionen bieten. Nach Alumni der jeweiligen Programme und Hochschulen zu suchen, dauert nur wenige Minuten. Wenn es praktisch kaum Alumni zu finden gibt, diese eher selber merkwürdige Lebensläufe haben oder scheinbar niemand die Bereitschaft zeigt, über seine Hochschule zu sprechen (wir denken daran: Es gibt eine Reihe von Menschen, die sich diese falschen Hochschulen ganz bewusst ausgesucht haben), haben wir ein weiteres Alarmsignal gefunden.

Fünftens suchen wir nach Hinweisen, dass die Hochschule den Titel auf der Basis von irgendwelchen Anrechnungen bisheriger Leistungen vergibt. Keine seriöse Hochschule auf der Welt wird für ihr MBA Programm irgendwelche bisherigen Leistungen eines Bewerbers für die Vergabe des Abschlusses anrechnen. Titelmühlen dagegen sind diesbezüglich äußerst kreativ. Es werden vermeintliche Leistungen im Programm angerechnet für bisherige berufliche Leistungen, Lebenserfahrungen, andere Studiengängen und Fortbildungen und sonstiges. Im Zweifelsfall würde eine Titelmühle auch das Füttern der Hauskatze als akademische Leistung anrechnen, da der gesamte Anrechnungsprozess sowieso von vorne bis hinten Schall und Rauch ist. Wer auf Angebote mit solchen Merkmalen trifft, sollte diese umgehend von seiner Liste streichen.

Sechstens und letztens sollten wir erwägen, einfach mal den Campus der Hochschule zu besuchen. Dabei kann erst mal geprüft werden, ob das überhaupt möglich ist oder ob es sich nicht um eine Briefkastenhochschule handelt. Ist ein Besuch möglich, sollte folgendes geprüft werden: Gibt es Info-Tage oder können Besuche individuell vereinbart werden? Wie gesprächsbereit ist die Programmleitung? Sind Gespräche mit Professoren über die Studieninhalte und die verschiedenen Fachgebiete möglich? Jede seriöse Hochschule bietet nicht nur Besuchsmöglichkeiten an, sondern erwartet dies sogar implizit von wirklich interessierten Studenten, da gute Hochschulen selber die Gewissheit haben möchten, dass sich die Bewerber für die Hochschule interessieren und für sich selber sicherstellen, dass das angebotene Programm für sie die richtigen Schwerpunkte setzt und für die weitere Laufbahn hilfreich ist. Wer beim Versuch, persönlich in Kontakt mit seinem Bildungsanbieter zu treten, auf Widerstand oder scheinbar unnötige Bürokratie trifft, sollte die Hochschule ebenfalls meiden.

Habt ihr noch offene Fragen oder ist etwas unklar in unserem Ratgeber? Meldet euch in unserem Financial Career Forum!

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