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   Lohnt sich ein MBA überhaupt?

Dass sich ein erstes, grundständiges Bachelorstudium langfristig auszahlt, darüber ist kaum zu streiten. Auch ein direkt angehängter Master bietet oft den inhaltlichen und finanziellen Mehrwert, der die investierte Zeit und das investierte Geld rechtfertigen. Bei einem MBA ist der Sachverhalt nicht immer zwingend so klar. Wer einen Full-Time MBA macht, also der Großteil aller Studenten, die je einen MBA machen werden, steigt für ein oder sogar zwei Jahre aus seinem Berufsleben aus. Das bedeutet, es sind nicht nur die zum Teil horrend hohen Studiengebühren zu bezahlen, sondern ein scharfer Wind bläst auch von der Seite, dass der angehende MBA-Absolvent für eine längere Zeit auf sein Gehalt verzichten muss. Da sich gute MBA Programme nur an Studenten mit mehrjähriger Berufserfahrung richten, ist sofort klar, dass dieser Verzicht oftmals sehr schmerzhaft ist und mit Leichtigkeit die eigentlichen Studiengebühren sogar noch übersteigen kann. Ein einfaches Beispiel: Ein Ingenieur arbeitet seit drei Jahren bei Siemens. Er verdient dort aktuell 62.000 Euro im Jahr und möchte nun einen MBA an der London Business School machen. Er entscheidet sich für die 16-monatige Variante, um schnellstmöglich in den Beruf zurückzukehren. Das Programm kostet aktuell rund 57.000 Pfund, umgerechnet in Euro also etwa 71.250 Euro. Unser Ingenieur muss jedoch sein verlorenes Gehalt mit in die Rechnung einbeziehen, dass er ohne MBA weiterhin bei Siemens verdient hätte und kommt nochmals auf 82.666 Euro verlorenes Gehalt. Damit kostet ihn sein MBA insgesamt fast 154.000 Euro. Der Betrag kann sich noch erhöhen, wenn beträchtliche Teile des Studiums über verzinsliche Darlehen finanziert werden, die zu weiteren Kosten führen. Diese Größenordnung darf man als recht normal für einen guten MBA betrachten und unser fiktiver Bewerber wird nach seinem Studium nicht nur vor dem Problem stehen, dieses Geld in seiner Berufslaufbahn zu erwirtschaften, sondern er muss noch eine Schippe oben drauf legen: Jeder, der sich in den Grundlagen der Finanzwirtschaft auskennt, weiß, dass ein Euro in der Zukunft weniger wert ist, als ein Euro heute. Folglich muss unser Kandidat in seiner Berufslaufbahn nach dem MBA so viel mehr verdienen, dass der zusätzliche Barwert seines zukünftigen Gehalts die heute aufgegebenen 154.000 Euro rechtfertigt. Es steht außer Frage, dass dies einigen MBA-Absolventen, die nach ihrem Abschluss ins Investmentbanking oder Asset Management gehen, oftmals ohne größere Probleme gelingt. Allerdings gelingt dieser Sprung nicht allen Studenten und vor allem wollen auch nicht alle Studenten automatisch in dieser Industrie arbeiten.

Ob sich ein MBA wirklich auszahlt, kann daher pauschal niemals beantwortet werden. Es hängt vom jetztigen Einkommen des Bewerbers ab, den Kosten des Programms an der Hochschule sowie den Karrierezielen des Bewerbers und seinen Chancen, diese auch zu realisieren. Damit ihr aber für euch selber ohne größeren Aufwand abschätzen könnt, ob ein MBA sich für euch lohnt, stellen wir euch den MBA-Rechner zur Verfügung, den ihr oben rechts herunterladen könnt. Mit dem Excel-Tool könnt ihr eure aktuellen Daten, Kosten und Dauer eines beliebigen Hochschulprogramms sowie eure Erwartungen an eure berufliche Entwicklung im Anschluss an einen MBA erfassen. Das Tool hilft euch dann bei der Einschätzung, ob sich ein MBA aller Wahrscheinlichkeit nach finanziell lohnen wird oder eher nicht.

Abseits davon sollte aber erwähnt werden, dass ein MBA Studium weit mehr als nur den finanziellen Gegenwert eines höheren Gehalts bieten kann. In jedem Fall ist ein gutes MBA Studium in Vollzeit eine persönlich sehr bereichernde Erfahrung, bei der man zahllose neue Freundschaften knüpfen kann, nochmal die Zeit als Student genießt und – falls das Studium im Ausland stattfindet – zusätzliche interkulturelle Erfahrungen sammelt. Außerdem kann ein MBA zu einem Job verhelfen, der nicht automatisch besser bezahlt ist, in dem man sich aber wohler und glücklicher fühlt. All dies sind Aspekte, die nicht ignoriert werden dürfen und die die Entscheidung, ein MBA Studium zu beginnen, mit beeinflussen können und sollten auch wenn der rein finanzielle Mehrwert nur begrenzt oder gar nicht gegeben ist.

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