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Anforderungen an den Bewerber
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   Anforderungen an den Bewerber

Das Anforderungsprofil an Bewerber ist abgesehen von der Berufserfahrung, die bei Pre-Experience Programmen keine Rolle spielt, sehr mit einem MBA vergleichbar. Ein zentraler Unterschied ist jedoch, dass es vielfach bedeutend schwerer sein kann, in einen Master in Finance zu kommen als in ein MBA Programm, da die Kurse meist deutlich kleiner sind. Dies gilt insbesondere für die eher akademisch orientierten Programme. Beispielsweise liegt fällt Annahmequote an der London Business School für den MBA und den Master in Finance beinahe gleich aus, hier gibt es keine bedeutenden Unterschiede. An der London School of Economics liegt im MSc Finance Programm dagegen die Annahmequote bei etwa 3 bis 4%, womit das Programm weitaus kompetitiver ist als praktisch jeder MBA – selbst im renommierten Harvard MBA liegt die Zulassungsquote bei gut und gerne 10%. Entsprechend sind auch die GMAT Scores oftmals weitaus höher, manche Hochschulen erreichen im Master in Finance Programm einen GMAT Average Score zwischen 720 und 735 Punkten – Beispiele für die obere Grenze sind die bereits genannte LSE sowie auch Oxford.

Zunächst sind Essays eine zentrale Komponente im Anforderungsprofil. Jede Hochschule bittet ihre Bewerber, eine Reihe von Fragen zu beantworten. Diese können vielfältiger Natur sein, drehen sich aber praktisch immer um bisherigen akademischen (und wenn anwendbar) beruflichen Leistungen des Bewerbers, seine Persönlichkeit und seine Motivation sowie seine zukünftige Planung. Gute Essays sollten einen klaren Bezug zur Vergangenheit des Bewerbers und seinen zukünftigen Zielen herstellen sowie auch die Frage beantworten, warum die gewählte Hochschule und das Master in Finance Programm dem Bewerber helfen kann, diese Ziele zu realisieren. (Mehr zum Thema gute Essays schreiben findet ihr unter der Rubrik „Uni-Bewerbungstipps“).

Ein weiterer Aspekt fast aller Bewerbungskriterien sind der GMAT und der TOEFL. Die beiden Tests werden näher in unserer Rubrik „GMAT, GRE, TOEFL & Co.“ erläutert. Kurz gefasst handelt es sich bei dem GMAT um einen internationalen Test zur Prüfung der Fähigkeit des Kandidaten, ein komplexes und forderndes postgraduate Studium aufzunehmen. Bewertet wird jeder Testteilnehmer auf eine Skale von 200 bis 800 Punkten. Der GMAT erfordert recht viel Vorbereitungszeit, da die meisten Business Schools eine durchschnittliche Punktzahl von etwa 700 Punkten, ein Ergebnis dass grob geschätzt nur etwa 10% aller Teilnehmer des GMAT erreichen. Bei stärkeren Abweichungen (ab 50 Punkten vom Durchschnitt oder mehr) sinkt die Wahrscheinlichkeit, in das MBA Programm aufgenommen zu werden, dramatisch. Daher ist der GMAT ein wichtiger Teil einer jeden Bewerbung. In einem Master in Finance Programm liege die GMAT Scores üblicherweise nochmals höher als in einem MBA Programm. Zudem zählt primär der quantitative Teil des Tests und weniger der verbale Teil. Ferner akzeptieren eine Hochschulen auch den GRE oder fordern diesen sogar bevorzugt an. Es gilt die Daumenregel: Je quantitativer der Master in Finance ausgerichtet ist, desto eher wird der GRE anstellte des GMAT verlangt. Der TOEFL dagegen ist lediglich ein Sprachtest, er gibt auf einer Skala von 0 bis 120 Punkten an, wie gut der Bewerber die englische Sprache beherrscht. Die meisten guten Business Schools verlangen Werte zwischen 100 und 115 Punkten. Diese sind mit bei vorhandenen Sprachkenntnissen mit ein paar Tagen Vorbereitung meist ohne Probleme erreichbar.

Ebenfalls spielen die bisherigen Noten und Zusatzqualifikationen eines Bewerbers oft mit in das Gesamtbild ein. Zwar gibt tendenziell eher der GMAT den Ausschlag, da das Testergebnis international vergleichbar ist, doch werden oft auch die Noten aus dem Bachelorstudiums des Bewerbers sowie sein Ranking (gehörte er zu den Top 10% im Jahrgang oder sogar den Top 5%?) in das Gesamtbild mit einbezogen. Diese Komponente ist einerseits zwar gegenüber allen anderen Bestandteilen der Bewerbungen nicht mehr veränderbar, spielt aber eine umso mehr untergeordnete Rolle, je länger das Erststudium des Bewerbers her ist. Wer nur ein unterdurchschnittlich gutes Ergebnis in seine Erststudium hatte, kann diese Schart oft mit einem sehr guten GMAT auswetzen und bekommt andererseits bei manchen Hochschulen in den Essays die Möglichkeit, sich zu erklären, falls widrige Lebensumstände das Studium erschwert haben. Weitere berufliche Qualifikationen wie z.B. ein CFA Abschluss werden tendenziell gerne gesehen und können das Bild des Bewerbers abrunden, werden für sich alleine aber auf keinen Fall den Ausschlag geben. Hier gilt zudem als eine Daumenregel: Je akademischer die Ausrichtung des Programms ist, desto mehr zählen GMAT sowie frühere Noten und desto weniger zählen extracurriculare Leistungen und Berufserfahrung. Business Schools dagegen verzeihen schon mal eher den einen oder anderen Makel wenn das Gesamtbild des Bewerbers stimmt.

Abschließend bilden Gutachten neben den Essays die wichtigste Komponente der Bewerbung. Von Bewerbern wird erwartet, dass sie Gutachter von früheren oder aktuellen Professoren einholen, die über die Fähigkeiten und Leistungen des Bewerbers Auskunft geben. Bei einem Post-Experience Master in Finance können auch Referenzen von früheren Vorgesetzten angefordert werden. Die Gutachten sollen als Quercheck zu den Angaben des Bewerbers dienen und erlauben eine Prüfung, wie schlüssig, konsistent und logisch geschlossen die Ausführungen des Bewerbers in seinen Essays bezüglich seines weiteres Werdegangs sind, welches Potenzial er hat und welche Leistungen er in der Vergangenheit erbracht hat. Sehr gute Gutachten können oftmals den finalen Ausschlag geben, wenn ein Kandidat aufgrund seines GMAT Ergebnisses auf der Kippe steht. Jedem Bewerber für ein Master in Finance Studium sei daher dringend geraten, noch vor der Bewerbung frühzeitig auf in Frage kommende Gutachter zuzugehen, um deren Hilfe zu bitten und vor allem Aufklärungsarbeit zu leisten, worum es in dem Gutachten geht und wozu es benötigt wird. Je mehr der Gutachter über die Ziele des Bewerbers und sein Vorhaben weiß, desto besser und zielführender kann er das Gutachten verfassen.

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