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   Bewerbung für Studienplatz an öffentlichen Hochschulen

In den letzten Jahren wurde der Zugang zu den öffentlichen Hochschulen mit der Abschaffung der ZVS, der zentralen Vergabestelle für Studienplätze, grundlegend reformiert. Der Nachfolger der ZVS ist die Stiftung für Hochschulzulassung, die eine wichtige Rolle in der Vergabe der Studienplätze einnimmt und für Abiturienten mitunter der erste Anlaufpunkt bei einer Bewerbung um einen Studienplatz an einer öffentlichen Hochschule sein sollte. Allerdings ist auch eine individuelle Recherche auf den Webseiten der einzelnen in Frage kommenden Hochschulen unerlässlich, denn während einige Studiengänge wie z.B. Medizin exklusiv nur über die Stiftung für Hochschulzulassung laufen, gilt für Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und andere wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge, dass auch die öffentlichen Hochschulen inzwischen verhältnismäßig viel Freiheit bei der Auswahl ihrer Bewerber haben. Zunächst ist festzustellen, ob eine Hochschule ihre Bewerbungen zentral oder dezentral verwaltet. Zentral bedeutet, dass die Bewerbung für einen Studienplatz vollständig über die Stiftung für Hochschulzulassung läuft, wobei die Webseite der Stiftung unter www.hochschulstart.de erreichbar ist. Andere Hochschulen dagegen verwalten die Bewerbungen ihrer zukünftigen Studenten dezentral, bei einer dezentralen Bewerbung läuft direkt über die Hochschule selbst, wie und wo man sich bewirbt, ist dann entsprechend über die Hochschule zu ermitteln, die im Regelfall eigene Onlineportale anbieten, über die eine Bewerbung für einen Studienplatz eingereicht werden kann.

Das dominante Entscheidungskriterium ist bei praktisch allen öffentlichen Hochschulen noch immer die Abiturnote, so dass auch weiterhin jedes für die verschiedenen Studienfächer ein Numerus Clausus ermittelt wird, jenseits dessen ein Bewerber mit zu schlechter Abiturnote nicht mehr aufgenommen werden kann oder eine gewisse Zahl Wartesemester mitbringen muss. Dabei gilt übrigens, das auch die Zeit in Ausbildung als Wartesemester anrechenbar ist, d.h. Bankkaufleute bringen je nach Länge ihrer Ausbildung automatisch vier bis fünf Wartesemester mit ein.

Abseits des Kriteriums der Abiturnote haben Universitäten jedoch auch die Möglichkeit, zusätzliche eigene Kriterien zur Vergabe eines Studienplatzes heranzuziehen. So umfasst beispielsweise der Auswahlprozess der Universität Mannheim zahlreiche Aspekte eines Bewerbers im Rahmen der Studienplatzvergabe. Bewerber an der Universität Mannheim werden nicht nur nach ihrer Abiturnote gemessen, sondern es wird besonderes Gewicht auf die Schulfächer Mathematik und Deutsch sowie Fremdsprachen gelegt. Ferner können Praktika, Berufsausbildungen und ehrenamtliches Engagement in besonderem Maße in die Studienplatzentscheidung mit einfließen. In solchen Auswahlverfahren, die mehrere Aspekte einer Bewerbung berücksichtigen, wird dann eine Punktzahl an den Bewerber vergeben und der klassische Numerus Clausus wird dann durch eine Mindestpunktzahl ersetzt, wobei da Prinzip das gleiche bleibt, d.h. ab einem gewissen Schwellenwert ist aufgrund der nur begrenzten Anzahl an Studienplätzen eine Zulassung nicht mehr möglich. Die Situation ist an vielen Hochschulen vergleichbar und so sollten Bewerber auch mit einer etwas schlechteren Abiturnote nicht gleich die Flinte ins Korn werfen sondern sehr genau recherchieren, welche Zulassungsvoraussetzungen die jeweilige Hochschule in ihrem Auswahlprozess ansetzt. Entsprechend ist es sinnvoll, die jeweiligen Webseiten der in Frage kommenden Hochschulen sehr sorgfältig zu lesen und auch auf Einzelheiten zu achten.

   Bewerbung für Studienplatz an privaten Hochschulen

Wer sich an einer privaten Hochschule um einen Studienplatz bewerben möchte, ist in einer ganz eigenen Welt jenseits aller zentralen Vergabestellen unterwegs und bewirbt sich grundsätzlich selbst direkt bei der jeweiligen Hochschule. Das Auswahlverfahren der Studenten ist dabei im Regelfall bedeutend aufwändiger. Gute private Hochschulen orientieren sich zwar ebenfalls an den Abiturnoten der Bewerber, aber ihr Ziel ist es, die besten Studenten für die eigene Hochschule zu gewinnen und das sind nicht zwingend auch die Studenten mit den besten Abiturnoten, sondern eher jene Personen, die durch selbstbewusstes Auftreten, klare Ziele, Leistung, Engagement und Eigeninitiative positiv auffallen – allesamt Eigenschaften, die die Abiturnote kaum einfängt. Dementsprechend durchlaufen Bewerber an jeder privaten Hochschule ein eigenes Bewerbungsverfahren, das von der Hochschule selbst festgelegt wird. In der Praxis ist dabei jedoch zu beobachten, dass die verschiedenen Auswahlverfahren der privaten Hochschulen in Deutschland nicht in erheblichem Maße voneinander abweichen und alle recht ähnlich aufgebaut sind.

Bewerber privater Hochschulen sollten erwarten, dass sie zunächst ein Motivationsschreiben verfassen oder einen biographischen Fragebogen ausfüllen müssen. Es geht darum, wichtige Entscheidungen im Leben des Bewerbers kennen zu lernen und ein besseres Bild seiner Persönlichkeit zu bekommen sowie auch zu verstehen, warum er sich an der jeweiligen Hochschule bewirbt. Im zweiten Schritt, wenn sowohl die schulischen Leistungen als auch die persönlichen Lebensleistungen und –Erfahrungen des Bewerbers ein positives und stimmiges Bild abgegeben, erfolgt eine Einladung zu einem Assessment Center. Spätestens hier verläuft der Auswahlprozess an privaten Hochschulen vollständig anders als an einer öffentlichen Hochschule, denn dort ist die Durchführung eines Assessment Centers angesichts der großen Zahl neu ankommender Studenten jedes Jahr völlig undenkbar.

Das Assessment Center einer privaten Hochschule ist einem Assessment Center im Rahmen einer beruflichen Bewerbung nicht unähnlich. Es werden Bewerbungsgespräche geführt, Präsentationen gehalten, Einstellungstests absolviert und Gruppenarbeiten durchgeführt und vorgestellt. Die Hochschule versucht so verschiedene Fähigkeiten und Eigenschaften des Bewerbers standardisiert zu messen um zu beurteilen, wie gut dieser zur Hochschule passt und ob er voraussichtlich in der Lage ist, die geforderten Studienleistungen zu erbringen. Darüber hinaus suchen Hochschulen besonders nach hochgradig vielversprechenden Kandidaten, die aller Wahrscheinlichkeit nach das Potenzial für eine herausragende Karriere mitbringen, denn der Ruf, den eine Hochschule in der Welt draußen hat, leitet sich in erheblichem Maße von dem Erfolg ihrer Absolventen in Wissenschaft und Praxis ab.

Die meisten Hochschulen teilen im Anschluss ihren Bewerbern noch am selben Tag oder nur wenige Tage später mit, ob diese einen Studienvertrag erhalten werden.

In unserem Artikel „Uni-Bewerbungstipps“ beleuchten wir übrigens den Bewerbungsprozess an öffentlichen und vor allem privaten Hochschulen weiter im Detail und geben zahlreiche Tipps und Informationen, was eine außerordentlich hochwertige und erfolgreiche Hochschulbewerbung auszeichnet und wie ihr eure Chance auf einen Studienplatz maximiert.

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